Rund um den Jeziorsko mit dem Fahrrad
Der Jeziorsko-Stausee ist der zweitgrößte künstliche Gewässer in Polen. Seine Lage an der Grenze der Woiwodschaften Łódź und Großpolen im Zentrum Polens macht ihn für Touristen verkehrstechnisch gut erreichbar. Die Umgebung des Stausees besteht aus Grünflächen, Ackerland und Waldgebieten. In der Umgebung gibt es keine großen Industrieanlagen. Die Luft ist hier rein und der Straßenverkehr gering. Die Infrastruktur, die mit den Vorteilen des Sees verbunden ist, ermöglicht die Entwicklung verschiedener Freizeitaktivitäten. Nicht nur in den direkt am Ufer gelegenen Orten finden wir Platz für Zelte, Wohnmobile oder Anhänger, sondern auch die Möglichkeit, ein Ferienhaus zu mieten. Zu solchen Standorten gehören Pęczniew, Wylazłów, Siedlątków, Księże Młyny, Kościanki, Ostrów Warcki und viele andere.
Das erwähnte Ostrów Warcki ist eine Basis für Wassersportbegeisterte, wie Wasserski, wo moderne Geräte für diese Sportart sowie Unterkunftsmöglichkeiten verfügbar sind. An der Bucht in Wylazłów nahe Pęczniew kann man Wasserfahrzeuge mieten, aber auch, wenn man ein eigenes Boot hat, kann man es an der rampe zu Wasser lassen. In der Bucht wurde kürzlich eine Marina eröffnet, und in ihrer Nähe kann man Fischgerichte genießen und eine Unterkunft finden. Wenn wir unseren Aufenthalt bereits gesichert haben, lohnt es sich, auf eine andere Form aktiver Freizeitgestaltung hinzuweisen, die man erfolgreich nutzen kann. Die Lage des Stausees eignet sich hervorragend für eine Fahrradrunde darum. Die Strecke ist relativ flach, mit kleinen Höhenunterschieden. Die Länge der Strecke beträgt ca. 56 km und mit einer Geschwindigkeit von etwa 14 km/h können wir sie in etwa 4 Stunden bewältigen. Der Weg führt über asphaltierte Straßen durch kleinere Ortschaften. Auf der Landstraße Nr. 83 (Route Sieradz-Turek) muss man sich auf etwas mehr Fahrzeugverkehr einstellen.
Die Expedition kann sich deutlich verlängern, wenn man sie mit lokalen Attraktionen bereichert. Der südliche Teil des Sees ist sumpfig, hat Polderfläche und außerdem gibt es dort ein Naturschutzgebiet sowie eine Ruhezone. Hier ist das Fahren mit Motorbooten verboten, da es dort viele Vogelbrutstätten gibt. In der Nähe des Dorfes Glinno kann man in einem der Bunker anhalten, die aus den Kämpfen der Septemberkampagne 1939 übrig geblieben sind. Vor der Wart kann man eine Pause machen und sich in den Poldern des Flusses Warta umsehen. In der Frühlingszeit werden sie von dessen Wassern überflutet. An der Wart kann man auch das Museum der Stadt und Gemeinde Warta besuchen und mehr über die Umgebung erfahren.
Die Möglichkeiten sind zahlreich, und die Beobachtung der Natur vom Fahrradsattel aus ist ein sehr interessantes Angebot für ein Wochenende außerhalb der Stadt. Das allgegenwärtige Grün schafft ideale Bedingungen für die Regeneration des Körpers und für eine Auszeit von der städtischen Dschungel.
Foto- und Textautor: Krzysztof Kupczyk



