Ślęża
Trotz ihrer relativ niedrigen Höhe von 500 Metern sticht sie sehr in der Panorama des Sudetenvorlandes hervor. Sie gehört nicht nur zur Krone der Sudeten, sondern auch zur Krone der polnischen Berge. Durch die Nähe zu Wrocław und Wałbrzych ist sie oft ein Ziel für Wochenendausflüge. Damen und Herren – hier ist Ślęża, der Berg der Slawen.
Zum ersten Mal schrieb der deutsche Chronist Thietmar im 11. Jahrhundert über sie und stellte sie als einen Ort heidnischen Kults dar. Bis heute streiten Wissenschaftler darüber, welche Rolle sie im Leben der Slawen gespielt hat. Da muss wohl etwas dran sein. Immerhin ziehen bis heute die steinernen Skulpturen entlang der Wanderwege die Aufmerksamkeit der Touristen auf sich. Man kann „Das Mädchen mit dem Fisch“ oder „Den Bären“ mit seinen abgebrochenen Vorderbeinen treffen. Diese vollständige, berühmte Skulptur, auch als Ślęża-Bär bekannt, wartet an der Spitze neben der Kirche. Während die Skulpturen der Lausitzer Kultur oder dem keltischen Einfluss zugeschrieben werden, ist die Geschichte der Kirche bekannt, und das Denkmal selbst ist einen Besuch wert. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Ruinen einer Burg erbaut, jedoch stand die hölzerne christliche Kapelle bereits im 16. Jahrhundert dort. Nach dem Kauf eines Eintrittstickets kann man nicht nur das Innere des Tempels, sondern auch seine Katakomben sehen und – vielleicht am wichtigsten – die Aussichtsplattform betreten. Dieser letzte Punkt ist besonders empfehlenswert. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend. Bei etwas Glück kann man den Wrocław Sky Tower erblicken. Für diejenigen, die körperliche Werte mehr schätzen als die spirituellen, ist der Apfelkuchen aus dem Café beim Touristenhaus eine alternative Option.
Zum Gipfel führen mehrere Wege. Der beliebteste ist der schwarze Weg, der von der Seite Sobótka kommt und auch den Aufstieg zur Wierzyca ermöglicht. Von Sobótka aus führt auch ein gelber Weg. Erfahrenere Kletterer wählen den schwierigeren, blauen Weg von dem Dorf Garncarsko.
Es gibt viele Möglichkeiten, und jeder Weg ist ebenso interessant und malerisch.
Die Autorin der Bilder und des Textes - Bogusława Bandyk






