Gipfelwege [#18] - Abenteuer im Klettern
Zu Beginn stellt sich jeder die Frage, ob Klettern wirklich etwas für mich ist? Schließlich hat sich über viele Jahre hinweg der Eindruck verfestigt, dass es sich um einen Sport handelt, der mit etwas sehr Extremem, großen Höhen und Exposition verbunden ist, und die Kletterer sind oft Menschen, die von einem Hauch von Geheimnis umgeben sind. Heute ist Klettern jedoch zu einem sehr beliebten Sport geworden, und in jeder größeren Stadt finden wir Kletterwände. Daher ist es besser, sich nicht weiter über die Antwort auf die frühere Frage den Kopf zu zerbrechen, sondern einfach die nächste Kletterwand zu besuchen und herauszufinden, ob der Teufel wirklich so schrecklich ist, wie man ihn malt.
Wir sind an der Kletterwand, und was nun?
Die absolute Grundvoraussetzung ist die Absolvierung eines Einführungslehrgangs, in dem du die Grundlagen des Kletterns erlernst, ohne die man nicht vorankommt. Im Kurs wirst du lernen, wie man einen Klettergurt richtig anzieht, einen Achtknoten bindet und wie man ein Sicherungsgerät bedient. Gemeinsam mit deinem Partner wirst du dich langsam an die Sicherungstechnik und die ersten Aufstiege gewöhnen. Du kannst dich ganz sicher fühlen, denn du kletterst unter der Aufsicht eines Trainers, und das Seil an der Kletterwand ist auf einem Anker befestigt, was die sicherste Art ist, wie es möglich ist. Die für den Kurs benötigte Ausrüstung kannst du vor Ort gegen eine kleine Gebühr ausleihen. Denk daran, während des Trainings bequeme und bewegungsfreundliche Kleidung zu tragen.
Klettertraining
Wenn du sicher bist, dass Klettern dein Ding ist, solltest du über ein Klettertraining nachdenken. Die beste Option ist es, sich in einer Klettergruppe anzumelden, wo du an deiner Technik arbeiten, deine Muskelkraft und Ausdauer steigern kannst. Die Gruppen sind nach Schwierigkeitsgraden unterteilt, sodass du sicher sein kannst, dass du in einer Gruppe mit dem gleichen Leistungsniveau wie du untergebracht bist. Im Unterricht wirst du an einem Seil klettern, aber auch das Führen von Routen lernen.
Ausrüstung zusammenstellen
Auf lange Sicht ist es unrentabel, Kletterausrüstung auszuleihen. Auf der anderen Seite macht es auch keinen Sinn, gleich große Einkäufe zu tätigen – für den Anfang genügt das absolute Minimum, nämlich: ein Gurt, Kletterschuhe und ein Sicherungsgerät. Mehr brauchst du nicht. An der Wand findest du immer ein hängendes Seil. Wenn du Probleme mit schwitzenden Händen beim Klettern hast, lohnt es sich, in Magnesium (wahlweise als Flüssigkeit, Creme oder Pulver) zu investieren.
Felsklettern
Wenn du dich an das Klettern an der Wand gewöhnt hast und die Sonne dich immer mehr nach draußen einlädt, kannst du dich den ersten Kletterrouten an den Felsen stellen. Auch hier solltest du dir Zeit geben, dich daran zu gewöhnen, denn an den Felsen sind die Griffe nicht auf einem Silbertablett serviert und man muss ein wenig mehr kreativ sein. Beginne daher mit dem Klettern einfacher Routen, und wenn du dich darin sicher fühlst, versuche, diese zu führen. Es ist sinnvoll, mit jemandem zu klettern, der Erfahrung hat und weiß, wie man sicher klettern kann. Denk daran, dass Klettern ein recht gefährlicher Sport ist und unsere Sicherheit von uns selbst und unserem Partner abhängt.
Grundkurs Felsklettern
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Wissen systematisiert werden muss oder du dich einfach nicht sicher an den Felsen fühlst, solltest du unbedingt über einen Kletterkurs an geschützten Routen nachdenken, bei dem du über mehrere Tage hinweg nochmals lernst, an einem Seil zu klettern, zu führen und dich mit Mehrseillängenrouten vertraut machst.
Autorin des Textes und der Bilder: Ewa Bandyk











