Gipfelwege [#15] - Leskowiec
Das Gebirge des kleinen Beskides, obwohl es flächenmäßig ziemlich klein ist, hat sehr viel zu bieten, selbst für die erfahrensten Touristen. Der am häufigsten besuchte Gipfel dieses Gebirges ist Leskowiec (922 m ü. d. M.), der über dem Dorf Rzyki thront. Dieser malerische Gipfel ist stark mit der Person von Karol Wojtyła verbunden, der während seiner Schulzeit oft dort war.
Eine der angenehmsten Möglichkeiten, Leskowiec zu besteigen, ist eine Runde, die am Wohngebiet Chobot beginnt und endet, das ein Teil des Dorfes Ponikew ist.
- Die Gehzeit beträgt etwa 7 Stunden, je nach Kondition des Wanderers,
- Auf dem gelben, blauen, gelben, schwarzen Weg,
- Summe der Anstiege: 1063 Meter,
- Höchster Punkt: 922 Meter über dem Meeresspiegel,
- Streckenlänge: 22 Kilometer,
- Keine Schwierigkeiten, keine künstlichen Erleichterungen, der Weg ist gut markiert.
Wir beginnen die Wanderung auf dem Parkplatz beim Campingplatz Czartak, von dem aus wir den Gipfel ständig auf dem gelben Weg ansteuern. Zunächst verläuft er asphaltiert zwischen den Häusern, unser Glück währt aber nicht lange – nach dem ersten Kilometer treten wir endlich auf einen Waldweg. Der Weg ist ziemlich angenehm, nach einigen steilen Anstiegen können wir beim Gehen auf flacheren Passagen ausruhen. Es lohnt sich, aufmerksam zu sein, denn zwischen den Baumstämmen kann man äußerst charmante Kapellen und Erholungsplätze mit Holzbank und Tisch finden. Wenn wir hoch genug aufsteigen, wird uns zwischen den Bäumen der enorme Mucharsee sichtbar. Nach dem acht Kilometer langen Abschnitt des gelben Weges erreichen wir das PTTK Leskowiec Schutzhaus, wo wir nach einer kurzen Pause auf den begehrten Gipfel weitergehen können – zum Schutzhaus kehren wir auf dem Rückweg zurück. Vor uns liegt der letzte Anstieg, weniger als einen Kilometer trennt uns von der Spitze. Obwohl Leskowiec fast vollständig bewaldet ist, finden wir auf dem Gipfel eine weitläufige Lichtung, die Überbleibsel einer früheren Weidewirtschaft ist, was auch durch die dort bis heute stehende Schutzhütte unterstrichen wird. Die unbewaldete Lichtung gehört zu den besten Aussichtspunkten im kleinen Beskid – wie zum Greifen nah haben wir vor uns: Beskid Wyspowy, Gorce, Beskid Makowski, die Tatra und den Beskid Żywiecki. Wenn wir uns an den Bergblicken erfreut haben, ist es Zeit für eine Erholung im seit 1932 bestehenden Schutzhaus, wo köstliche Schmalzmtze, Bigos und hausgemachte Kuchen serviert werden. Wenn wir bereit sind, den Rückweg anzutreten und noch Kraft übrig ist, lohnt es sich, zum über dem Schutzhaus thronenden Gipfel namens Gronie Jana Pawła II zu gehen, wo wir eine Kapelle finden. Vom Schutzhaus aus folgen wir immer dem blauen Weg, bis zur Czesław Panczakiewicz Passhöhe, wo wir an der Wegkreuzung rechts auf den gelben Weg abbiegen. Den letzten Kilometer überwinden wir auf dem schwarzen Weg. Wenn uns das Wetter während der Wanderung nicht wohlgesonnen ist, lohnt es sich, Trekkingstöcke mitzubringen.
Der Ausflug nach Leskowiec kann selbst die erfahrendsten Wanderer ermüden – schließlich überwinden wir auf dem 22 Kilometer langen Streckenabschnitt über 1000 Höhenmeter, was man am nächsten Tag in müden Beinen spüren kann. Doch es lohnt sich, diese Mühe auf sich zu nehmen, allein schon wegen der Aussichten vom Gipfel.
Wenn ihr gerne Interessantes wisst, kann ich euch verraten, dass Leskowiec früher einen ganz anderen Namen trug, nämlich Beskid. Woher kommt diese Veränderung? Darüber könnt ihr auf der Seite des PTTK Leskowiec nachlesen.
Autorin des Textes und der Fotos: Ewa Bandyk
















