Górskie Szlaki [#17] - Czupel
Die Eroberer der Krone der polnischen Berge können ohne zu zögern die Namen von 28 Gipfeln aufzählen, die dazu gehören. Die höchsten Gipfel der einzelnen Gebirgszüge können selbst den erfahrensten Trekkingliebhabern manchmal ordentlich zusetzen. Merkwürdigerweise können sogar die Gipfel unter 1000 m ü. N.N. eine echte Herausforderung darstellen. Besonders, wenn wir uns für einen recht steilen Anstieg entscheiden. So verhält es sich mit dem höchsten Gipfel des Beskid Mały, dem Czupel, der 930 m ü. N.N. misst.
Eine bequeme Option, um zum Czupel zu gelangen, ist die Rundwanderung, die mit dem roten Wanderweg von Międzybrodzie Bialskie beginnt. Kurz vor dem Gipfel biegen wir auf den blauen Weg ab, und von Czupel aus bewegen wir uns weiter, vorbei am PTTK-Haus auf der Magurka Wilkowicka, bis wir den Gipfel von Gaiki erreichen. Dort biegen wir auf den grünen Weg ab, dem wir bis zur Gabelung Neuwelt folgen, wo wir wieder auf den blauen Weg zurückkehren und damit bis zu unserem Ausgangspunkt wandern.
- Die Gehzeit beträgt etwa 6 Stunden, abhängig von der Fitness des Wanderers,
- Summe der Anstiege: 884 Meter,
- Höchster Punkt: 930 Meter über dem Meeresspiegel,
- Länge des Weges: 17 Kilometer
- Keine Schwierigkeiten, keine künstlichen Einrichtungen.
Die Wanderung beginnt in Międzybrodzie Bialskie in der Nähe der Brücke über den Fluss Ponikiew - an der Żywiecka Straße finden wir das Wanderwegsignal, dem wir auf dem roten Weg folgen. Autofahrer können ihre Fahrzeuge in der Nähe auf dem Parkplatz bei der Kirche der Heiligen Maria Magdalena abstellen. Sehr schnell verlassen wir die asphaltierte Straße und betreten den Wald. Sofort erkennen wir, was für ein steiler Anstieg vor uns liegt, schließlich erwarten uns auf einer Strecke von 3,5 km etwa 600 Höhenmeter. Es ist ratsam, sich an den ersten Metern kein zu hohes Tempo aufzuerlegen. Der Weg führt uns über einen breiten Waldweg, der zeitweise steinig ist. Sobald wir die Passhöhe unter dem Czupel erreichen, verlassen wir den roten Weg und folgen weiter dem blauen bis zum Gipfel. Was werden wir sehen, wenn wir mit Mühe den begehrten Czupel erreichen? Leider nicht viel. Der Gipfel ist bewaldet, jedoch sind aufgrund der letzten Abholzungen und der Föhnwinde auf dem Gipfel deutlich weniger Bäume vorhanden. Dadurch können wir zwischen den Buchen die Gipfel des Schlesischen und Żywiec Beskids sehen. Vor Ort finden wir holzbedachte Bänke mit Tischen, wo es sich lohnt, eine Pause vor dem weiteren Weg einzulegen. Wir bewegen uns weiter auf dem blauen Weg hinunter in Richtung PTTK-Haus auf der Magurke Wilkowicka. Jetzt können unsere Beine eine kurze Pause machen, der breite Waldweg führt uns sanft bergab, und die Wanderung wird durch die schönen Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und Wiesen angenehm gestaltet. Im Schutzhäuser muss man unbedingt den köstlichen Käsekuchen und „Żebroczki” probieren, einen Art Kartoffelkuchen mit Speck. Beim Entspannen auf der Holzterrasse können wir die Aussicht auf die Żywiec Senke genießen. Unter dem Schutzhäuser befindet sich ein Knotenpunkt der Wanderwege, daher ist es ratsam, darauf zu achten, nicht beim Aufbruch fehlzuleiten. Wir bleiben weiterhin auf dem blauen Weg, dem wir bis zur Passhöhe Przegibek folgen – hier ist Vorsicht geboten, da wir eine Zeitlang auf einer belebten Asphaltstraße unterwegs sind. Glücklicherweise verlassen wir diese schnell und wandern ruhig weiter durch den Wald auf dem blauen Weg. Vor uns liegen die letzten 150 Meter Anstieg, und wir erreichen die Abzweigung der Wege auf dem Gipfel Gaiki 808 m ü. N.N., hier biegen wir auf den grünen Weg ab, der uns durch einen sehr malerischen Wald führt. Wir steigen ziemlich steil ab, hier sollte man vorsichtig sein, der Weg kann stellenweise feucht sein. Vor uns liegt die letzte Gabelung: Neuwelt, wo wir wieder auf den blauen Weg zurückkehren, es ist ratsam, aufmerksam auf den Boden zu schauen – der Weg ist stark beschädigt, und auf diesem Weg gelangen wir zu unserem Ausgangspunkt.
Die Autorin des Textes und der Fotos: Ewa Bandyk

