Polska Kulinarna [#03] - Krakauer Obatzda
Wie jede Region Polens hat auch Krakau, die königliche Stadt, seine kulinarischen Traditionen. Zu den Gerichten, die typisch für die ehemalige Hauptstadt Polens sind, gehören unter anderem Krakauer Maczanka, Małdrzyki, Flaczki und Ente nach Krakauer Art. Viele dieser Gerichte. Es ist schwer, dass es anders ist, da sich in Krakau eines der berühmtesten polnischen Restaurants befindet – Wierzynek, das seinen Namen von dem krakauer Kaufmann Mikołaj Wierzynek erhielt. Dieser veranstaltete 1364 ein Festmahl, bei dem zahlreiche gekrönte Häupter aus ganz Europa zu Gast waren.
Der wahre Held der Krakauer Gastronomie ist jedoch der unscheinbare Obwarzanek. Dabei handelt es sich um eine Art Brot, das die Form eines Rings mit einem Durchmesser von etwa 15 Zentimetern hat. Seine Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, und anfangs wurde es nur in der Fastenzeit und nur von krakauer Bäckern gebacken. Es wurde sogar ein Gesetz erlassen, das regelte, wer und an welchem Ort mit dem Verkauf von Obwarzankis beschäftigt sein durfte. Im Laufe der Zeit wurde das Recht bezüglich der Herstellung und des Verkaufs dieser Art von Brot weniger restriktiv. Heute kann man es an jeder Ecke kaufen, definitiv öfter an einem Straßenstand als in einer Bäckerei. Es ist auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich – mit Salz, Sesam, Mohn oder Leinsamen. Dennoch bleibt das Rezept dasselbe. Der Teig wird nach wie vor aus Weizenmehl, Hefe, Fett, Salz und Wasser zubereitet. Und der Obwarzanek, der auf die Liste des nationalen Erbes gesetzt wurde, ist ein Symbol Krakau. Es wäre ungehörig, die Stadt Kraka zu besuchen, ohne ihn zu probieren.
Autorin der Fotos und des Textes - Bogusława Bandyk

