Kudowa-Zdrój
Im Schatten der Kakteen und mit dem Quaken der Frösche – Kudowa-Zdrój
Bei der Entdeckung der Schönheiten der Glatzer Kessel und all ihrer „Heilbäder“ sollte man eines der ältesten, Kudowa-Zdrój, nicht übersehen. Diese kleine Stadt, deren Ursprung bis ins vierzehnte Jahrhundert zurückreicht, ist eine wahre Perle der Kurorte. Unsere Nachbarn jenseits der Oder haben dies bereits erkannt, als im 18. Jahrhundert hier heilende Quellen entdeckt wurden, was Kudowa zu einem beliebten Kurort machte, der als eines der ersten kardiologischen Heilbäder in Deutschland angesehen wird.
Aber Kudowa ist selbst für gesunde Herzen einen Besuch wert. Die auffällige Stadtstruktur spiegelt die Charakteristika vergangener Jahrhunderte wider. Hier können wir Elemente der Stadtplanung aus vor 500 Jahren entdecken. Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen wird uns in eine andere Zeit versetzen.
Die Reise durch diesen Raum ermöglicht es, sich an dem wichtigsten und bekanntesten Objekt der Stadt zu erfreuen, dem Kurpark. Seine Anfänge reichen in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, als das Potenzial dieses schönen Ortes erkannt wurde. Der Komplex von fast 13 Hektar erstreckt sich im zentralen Teil des Heilbads und grenzt an den Parkberg. Der Teich am Rand des Parks berührt direkt die Grenze zu Tschechien. Beim Spazierengehen kann man somit das internationale Flair dieses Ortes spüren. Es wird jedoch nicht nur durch die Lage, sondern auch durch die Vegetation geschaffen. Hier können wir riesige Agaven, Kakteen, Opuntien, Dracaena und Rhododendren sowie weniger exotische, aber ebenso wunderbare einheimische Arten sehen, die den Status von Naturdenkmälern haben, wie die sudetische Fichte oder die rund 300 Jahre alte Esche. Zwischen ihnen breiten sich bunte Blumenmeere aus.
Während man sich an der Schönheit der Natur erfreut, lohnt es sich, eine Pause einzulegen und die Wassertrinkhalle mit ihren einzigartigen Fresken zu bewundern, die das Niederschlesien zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellen.
Für diejenigen, die sich an den schönen natürlichen Gegebenheiten sattgesehen haben, hat Kudowa andere interessante Orte zu bieten. Einer davon ist das Spielzeugmuseum mit einer reichen Sammlung, die sowohl große als auch kleine Besucher begeistern und sie auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte mitnehmen wird. Ein Lächeln auf die Lippen zaubert sicherlich ein Besuch im Ökocentrum des Nationalparks Tafelberge, genauer gesagt in einem seiner Teile, dem Museum der Frösche. Dort kann man über 3000 Exponate sehen – von mikroskopisch kleinen Glasfiguren über Plüschtiere bis hin zu Exponaten in verschiedenen Größen. Spaß für jeden ist garantiert.
Wie man sehen kann, lohnt es sich, Kudowa auf der eigenen Karte der touristischen Attraktionen zu markieren. Man sollte es genau kennenlernen oder vielleicht als Ausgangsbasis für ein Tagesausflug in die Umgebung nutzen. Und hier gibt es viele touristische Attraktionen, die darauf warten, entdeckt zu werden: der Szczeliniec, die Beinhauskapelle in Czermna oder das Heiligtum in Wambierzyce.
Fotografin und Autorin des Textes: Bogusława Bandyk





