Zamość
Zamość ist eine im Jahr 1580 von dem großen Kronkanzler Jan Zamoyski gegründete Stadt. Sie wurde im kleinsten Detail von dem italienischen Architekten Bernardo Morando geplant und nach dem Modell einer idealen Stadt im Einklang mit den Renaissance-Stadtplanungsprinzipien gebaut. Dieses Modell berücksichtigte sowohl die wirtschaftlichen als auch die existenziellen Bedürfnisse der Bewohner und bot die Sicherheit, die die modernen Festungsanlagen zu jener Zeit gewährten.
Der zentrale Punkt der Stadt ist der Große Marktplatz, der bis heute repräsentative Funktionen erfüllt. Neben dem Großen Marktplatz entstanden auch der Salzmarkt und der Wasserplatz, wo der Handel lebhaft florierte. Der Große Marktplatz ist von reich dekorierten Renaissancehäusern umgeben. Über ihnen erhebt sich das Rathaus mit charakteristischen Treppen. Im Jahr 1992 wurde die Altstadt von Zamość in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Heute ist Zamość eine Stadt mit etwa 65.000 Einwohnern, die bis 1999 (vor der administrativen Teilung) die Hauptstadt der Woiwodschaft Zamość war und jetzt die Hauptstadt des Landkreises in der Woiwodschaft Lublin ist. Neben der Altstadt in Zamość ist es auch wert, den Zoo zu besuchen, einen der wenigen Zoos im östlichen Polen. Zamość ist auch das Tor in Richtung Roztocze und des Roztocza-Nationalparks sowie ein Transitpunkt zum Grenzübergang mit der Ukraine – etwa 60 Kilometer weiter in der Gemeinde Hrebenne. Es ist eine äußerst malerische Stadt und ein interessanter Ort in Polen, der zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist.





























