Mamerki
Am Masurischen Kanal gelegen, unweit von Wegorzewo, sind die Mamerki ein sehr interessanter Ort. Diese Waldsiedlung hat keinen festen Bewohner und ist ein wahres Juwel für echte Geschichtsliebhaber. Warum echte? Weil viele die Mamerki passieren, während sie eilig nach Gierłoża fahren, und hier, im Rahmen des Museums zum Zweiten Weltkrieg, kann man die in Beton gegossene Macht des Dritten Reiches spüren.
Dieser „Beton“ besteht aus 30 Bunker des Stahlbetons, die zwischen 1940 und 1944 für die wichtigsten Funktionäre der Wehrmacht errichtet wurden. Die sich zurückziehenden Deutschen hatten nicht genug Zeit, um die Gebäude zu sprengen, und verließen sie ohne Kampf. Dank dessen kann man sie heute besichtigen. Besonders beeindruckend ist der „Riesenbunker“ mit Wänden von 7 Metern Dicke, aber auch die Gänge und der 30 Meter lange unterirdische Tunnel hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
In Mamerki kann man jedoch nicht nur die historische „Beton“-Architektur bewundern. Dort wurden zahlreiche Exponate aus der Geschichte des Ortes gesammelt. Eindrucksvoll sind die Modelle von Schlachten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, darunter die größte Mini-Rekonstruktion der Schlacht von Kursk der Welt. Besonders interessant ist auch der Besuch des nachgebauten U-Bootes, wo man die berühmte deutsche Wunderwaffe sehen kann.
Aber Mamerki sind nicht nur Kampf und weitreichende Militärgeschichte. Im Rahmen einer der Ausstellungen können die Besucher eine Nachbildung der Bernsteinkammer besichtigen. Dies ist das „Ergebnis“ der zwischen 2016 und 2017 in Mamerki durchgeführten Suche nach diesem Meisterwerk.
Man kann alles auch von oben betrachten, und zwar aus einer Höhe von 38 Metern. Man muss sich nur auf den Aussichtsturm im Komplex begeben. Von dort hat man einen Panoramablick auf den nahegelegenen See Mamry und die Umgebung.
Und all dies ist täglich von 09:30 bis 18:30 Uhr zugänglich, nach dem Kauf eines Tickets zum Preis von 17 PLN (Erwachsene) oder 12 PLN (Kinder). Achtung – dies ist eines der wenigen Museen, in dem bellende Touristen herzlich willkommen sind.
Autor der Fotos und des Textes - Bogusława Bandyk




