Przerzeczyn-Zdrój w języku niemieckim to "Przerzeczyn-Zdrój". Nazwy miejscowości zazwyczaj nie są tłumaczone.
Im Stein schlafend – Przerzeczyn-Zdrój
Przerzeczyn-Zdrój ist das kleinste polnische Kurort. Es überrascht also nicht, dass nur wenige Menschen von seiner Existenz wissen. Das ändert jedoch nichts daran, dass es sich lohnt, in diesem Dorf Halt zu machen, wenn man durch Niederschlesien reist, insbesondere in der Nähe von Dzierżoniów. Und das nicht nur wegen der heilenden Wasser. Im Zentrum des Ortes befindet sich eine Kirche zu Ehren der Muttergottes von Tschenstochau. Der Bau ist gotisch und wurde im Laufe der Jahrhunderte teilweise barockisiert. Bis 1530 war es bis in die Nachkriegszeit eine evangelische Kirche – das belegen die für die Kultstätten dieser Konfession charakteristischen prächtigen Holzempore mit biblischen Szenen. Diese stammen aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Etwas jünger, aber ebenso prächtig ist die Orgelprospekt mit der Figur Davids und Engel. Auch die phantasievolle Kanzel verdient Beachtung.
Doch das, was in Przerzeczyn die größte Aufmerksamkeit verdient, befindet sich im Freien und erfordert keinen Eintrittskauf. An den äußeren Wänden der Kirche und dem inneren Teil der Umzäunung, ja sogar an der Wand der angrenzenden „Pfarrei“, befindet sich eines der größten Sammlung von äußeren Grabepitaphien in Niederschlesien. Die ältesten stammen aus dem Jahr 1552. Da eine solche Ehrung des Begräbnisses nur den Reichen möglich war, gehören die Przerzeczyn-Epitaphien hauptsächlich dem Adel und der Ritterschaft aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. An den steinernen Reliefs kann man nicht nur sehen, wie reich die Begräbnisgewänder waren (charakteristische „Sterbetunikas“ im Falle von Kindern), sondern auch, wie bildhaft die Symbolik war – Ähren, die aus Schädeln wachsen, Pfeile, die Herzen durchdringen.
Die Epitaphien zeigen, dass der Tod nicht auf den Personalausweis schaut. Von den Wänden schauen nicht nur Ritter und Damen in der Blüte ihres Lebens, Jünglinge und Mädchen (man sollte auf das Porträt einer 18-jährigen Gräfin in einem schönen Kleid mit langen Haaren und einem Kranz darauf achten), sondern auch Säuglinge (Wickel, die an ägyptische Mumien erinnern).
Es mangelt auch nicht an Kuriositäten mit schwer zu definierendem Zweck, wie drei steinerne Masken – weiblich, männlich und Ziegen oder eine doppelte Sonnenuhr.
Wenn die ungewöhnliche Ausstellung die Neugier der Besucher gestillt hat, ist es zum Ausgleich ratsam, sich in der Natur zu erholen. Ein Spaziergang zum Wasserfall auf der Ślęza (Przerzeczyn Górny) oder eine Wanderung durch den englischen Park am Schloss (Przerzeczyn Dolny), wo Tulpenbäume, Buchen, Eiben, Platanen und chinesische Wacholder begeistern, ist ideal.
Autorin der Fotos und des Textes: Bogusława Bandyk






