Lipnica Murowana
Lipnica Murowana - dieses kleine Dorf in der Woiwodschaft Kleinpolen, nahe Nowy Wiśnicz, hat eine sehr reiche Geschichte und viele interessante Denkmäler. Interessanterweise war es von dem 14. Jahrhundert bis 1934 eine Stadt. Entgegen dem Namen herrschte hier lange Zeit die Holzarchitektur vor, und im 19. Jahrhundert gab es in der Ortschaft nur ein gemauertes Haus.
In dem kleinen Lipnica, das weniger als 1000 Einwohner hat, gibt es gleich drei denkmalgeschützte Kirchen. Das schönste Juwel ist die Holzkirche des Friedhofs von St. Leonard. Ihre außergewöhnliche Wertigkeit wird durch die Tatsache belegt, dass sie in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Kirche stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert, obwohl einige Elemente deutlich älter sein könnten. In der Wand des Presbyteriums ist die Jahreszahl 1203 eingemeißelt. Sie ist eine der wertvollsten hölzernen gotischen Kirchen in Polen. Sie ist orientiert (der Altar ist nach Osten gerichtet) und hat eine Fachwerkbauweise. Ursprünglich gab es hier drei historische Altäre. Aufgrund des Schutzes vor Diebstählen wurden die Originale im Museum in Tarnów untergebracht, und in der Lipnicka-Kirche wurden deren Kopien platziert. Auch die gotischen Skulpturen und wertvollen Polychromien ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Neben der Kirche St. Leonard lohnt sich in Lipnica auch der Besuch der gotischen Kirche St. Andreas aus dem 14. Jahrhundert und der barocken Kirche St. Simon aus Lipnica aus dem 17. Jahrhundert. Auch die gut erhaltenen Holzhauser mit Arkaden am Marktplatz sehen schön aus.
Das bekannteste wiederkehrende Ereignis in Lipnica Murowana ist der jährliche Wettbewerb um die Osterglocken. Die höchsten von ihnen messen etwa 30 Meter in der Höhe.
Autorin des Textes - Renata Gontarz
Autor der Fotos - Zbigniew Gontarz








