Zapora in Rożnów
Dunajec ist ein Fluss im Süden Polens, einer der rechten Nebenflüsse der Weichsel. Gemäß seiner bergigen Herkunft ist der Dunajec unberechenbar und hat im Laufe der Geschichte mehrfach Schäden in den Gebieten verursacht, durch die er fließt. Um seine rebellische Natur zu zähmen, wurde er durch drei Staudämme unterbrochen – in Niedzica, Rożnów und Czchów. Der älteste von ihnen ist der Staudamm von Rożnów.
Den Bau begann 1935 die polnische Seite, der Abschluss erfolgte während des Krieges 1941 durch die Deutschen. Zum Zeitpunkt des Baubeginns war er eines der größten wasserwirtschaftlichen Bauwerke im Land. Er entstand an der engsten Stelle des bergigen Durchbruchs des Dunajec, also zwischen dem steilen Hang des Hügels Ostra Góra und der Landzunge der Hügel Łazy. Er ist etwas mehr als einen halben Kilometer lang (genau 550 Meter), hat eine Krone von 9 Metern Breite und eine Basisbreite von 32 Metern. Ein wichtiges technisches Element ist die Gruppe von Abstufungsbecken an seiner östlichen Kante. Es sind Fischtreppen, die den flussaufwärts wandernden Fischen den Zugang zu ihren jährlichen Laichplätzen erleichtern. Es lohnt sich, sie zu betrachten, da sie ein Unikum im landesweiten Maßstab darstellen, und der Anblick von Forellen oder Äschen, die spät im Herbst flussaufwärts schwimmen, ist wirklich interessant.
Das entstandene Bauwerk hat das Wasser des Dunajec zu einem künstlichen Reservoir aufgestaut – dem Rożnowskie See mit einer Fläche von 1600 Hektar. Es ist derzeit eines der bekannteren Freizeitseen in Kleinpolen. Die gut entwickelte Unterkunfts- und Gastronomieinfrastruktur zieht Touristen an, die diesen Ort gerne besuchen. Die nähere Umgebung bietet ebenfalls zahlreiche Attraktionen. Am See befinden sich mittelalterliche Burgen und Festungen, unter anderem in Wytrzyszczka, Czchów oder in Rożnów selbst. Auch Weinliebhaber finden hier etwas nach ihrem Geschmack. Nur wenige wissen, dass sich in der Umgebung von Rożnów Weingüter niedergelassen haben. In Zbyszyce, Tęgoborze oder Iwkowa kann man nicht nur Weinbergfelder sehen, sondern auch lokale Produkte probieren.
Fotografin und Autorin des Textes - Bogusława Bandyk




