Muzeum für Volksarchitektur in Olsztynek
Hier gibt es auch eine Feuerwehrhalle mit einem Turm zum Trocknen von Schläuchen, einen Hydranten, eine Wagenremise, eine Schmiede, traditionelle Hütten und eine Schule. Ein Zigeunerwagen und ein Wegkreuz fehlen ebenfalls nicht. Es gibt Platz für eine Gastwirtschaft, eine Wassermühle und eine Windmühle. Und es gibt sogar zwei Kirchen. Und all dies – alt, aus Holz und schön erhalten – wartet auf Besucher in Olsztynek.
Das Museum für Volksarchitektur in Olsztynek, so lautet der korrekte Name der Einrichtung, in der die zuvor genannten architektonischen Perlen gesammelt wurden, hat seine Wurzeln im frühen 20. Jahrhundert. Genau 1909 begann man in Königsberg, auf den Flächen des angrenzenden Zoo-Geländes, mit der Sammlung von Denkmälern der Architektur Ostpreußens. Noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde beschlossen, die bereits recht umfangreiche Ausstellung nach Olsztynek zu verlegen, wo sie bis heute zu finden ist. Im Laufe der Jahre wurden die Sammlungen ergänzt und die Gesamtheit wurde in Museum für Landbau – Ethnografischer Park in Olsztynek umbenannt, das bis heute den Besuchern dient. Gegenwärtig befinden sich auf 100 Hektar 68 denkmalgeschützte Objekte, dank denen die Touristen nicht nur die Architektur der Region kennenlernen, sondern auch sehen können, wie eine Schule des 19. Jahrhunderts oder eine Fischräucherei aussah und ausgestattet war. Für die Jüngsten gibt es auch lebendes Inventar. Gänse, Ziegen und Schafe spazieren durch ausgewählte Gehöfte. Auf dem Gelände des Museums befindet sich die erste echte Kräuterapotheke in Polen, in der man nicht nur die Aufgüsse aus Heilpflanzen probieren, sondern auch sehen kann, wie die Hütte eines Kräutersammlers ausgesehen hat.
Das Freilichtmuseum befindet sich 30 Kilometer von Olsztyn entfernt. Es ist das ganze Jahr über von 09:00 bis 17:00 Uhr für Besucher zugänglich; im Juli und August von 10:00 bis 18:00 Uhr. Eintrittskarten: Normalpreis 14 PLN, ermäßigter Preis – 8 PLN, sind an der Kasse am Eingang zum Gelände erhältlich. Es gibt auch einen Parkplatz.
Autorin der Fotos und des Textes: Bogusława Bandyk

