ORP Błyskawica
Der Besuch eines Museums wird oft mit einem langweiligen Spaziergang in Filzpantoffeln durch drückende Säle voller Vitrinen oder Tafeln assoziiert. Glücklicherweise verliert dieses Klischee allmählich an Bedeutung, und ein Besuch im Museum weckt anstelle von Entmutigung ein Kribbeln der Aufregung. So ist es mit Sicherheit im Falle des Marinemuseums in Gdynia, genauer gesagt in einem seiner Abteilungen, dem ORP Błyskawica.
Das denkmalgeschützte Schiff, das im Gdynia-Hafen festgemacht ist, ist ein Veteran, der sich im Kampf während des Zweiten Weltkriegs verdient gemacht hat. Was wichtig ist: Als einziges Schiff der Alliierten nahm es an den militärischen Auseinandersetzungen vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945 teil. Zusammen mit dem Zwillingsschiff „Grom“ wurde es zwei Jahre vor dem Ausbruch des Krieges in Cowes, Großbritannien, gebaut, wo es auch im Rahmen der Kriegsanstrengungen zurückkehrte. Wie es sich für ein richtiges „Glücks-Schiff“ gehört, legte es über 130.000 Seemeilen zurück, eskortierte 85 Konvois, führte 108 Kampfpatrouillen durch und wurde selbst nur dreimal schwer beschädigt, wobei es 5 Seeleute verlor. Nach dem Krieg diente es der polnischen Marine weitere 20 Jahre und erreichte schließlich seinen wohlverdienten Ruhestand.
So empfängt es seit dem 1. Mai 1976 kontinuierlich weitere Besucher an Bord und bleibt dabei Teil der 3. Schiff flottille. Das bedeutet, dass es weiterhin die rot-weiße Flagge führt und eine ständige Besatzung hat. Gleichzeitig ermöglicht es gewöhnlichen Landratten, ein Stück maritimes Abenteuer zu erleben. Touristen an Bord
der „Błyskawica“ können die Artillerie- und Torpedobewaffnung sehen, die Geschichte der polnischen Präsenz auf See seit der Zeit der Kaper skip können, sowie die Räume der Maschinenräume, der Funkstation und der Besatzungsunterkünfte besichtigen.
Das Schiff kann von Dienstag bis Sonntag besichtigt werden, in der Ferienzeit von 10:00 bis 18:00 Uhr (dienstags bis 20:00 Uhr). Ein reguläres Ticket kostet 16 PLN, ermäßigt 8 PLN. Dienstags ist der Eintritt frei.
Autorin der Fotos und des Textes - Bogusława Bandyk






