Zamek in Dębno
Die Burg in Dębno - im Woiwodschaft Kleinpolen gibt es gleich zwei interessante Orte für Touristen mit dem Namen Dębno. Der eine befindet sich im Landkreis Nowy Targ und ist bekannt für die alte Holzkathedrale, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der andere (über den wir hier schreiben) liegt zwischen Tarnów und Brzesko an der DK94.
Im XV. Jahrhundert errichtete der große Kronkanzler, der krakauer Kastellan - Jakub von Dębno hier seinen Sitz aus Ziegeln in der Form eines unregelmäßigen Vierecks. Angeblich (laut Berichten) hatte das Gebäude ursprünglich eine defensive Funktion, obwohl es im Gegensatz zu vielen anderen Burgen heute keine Gräben oder soliden umgebenden Mauern gibt. Es gibt hier zwei Etagen. Ein barocker Portal führt ins Innere. Auf dem Innenhof kann man einen mit Schindeln gedeckten Brunnen sehen, und rund um diesen Hof ist in der Höhe des ersten Stocks ein Holzvorbau platziert, der einst der einzige Übergang zwischen den einzelnen Flügeln war. Im Laufe der Zeit wechselten die Besitzer häufig, die Renovierungen und Umbauten vornahmen. Dennoch blieb die Hauptstruktur praktisch unverändert. Die Burg in Dębno hat ihre Legenden, und eine von ihnen erzählt von einer in einem Hochzeitskleid eingemauerten ehemaligen Erbin. Sie wurde bestraft, weil sie sich weigerte, den von ihren Eltern ausgewählten Bräutigam zu heiraten.
Derzeit beherbergt das Gebäude eine Abteilung des Bezirksmuseums in Tarnów, und man kann (neben den Innenräumen) alte Möbel, Tischgeschirr, Adelsutensilien, unter anderem auch die Ausstattung einer ehemaligen Küche, eine Speisekammer sowie eine Kapelle bewundern. Dieser Ort inspiriert viele Maler, und die bekanntesten unter ihnen waren Jan Matejko und Julian Fałat.
In der Nähe der Burg lohnt es sich auch, die historische Kirche St. Margarete aus dem Übergang vom XV. zum XVI. Jahrhundert zu besichtigen.
Mehr über (einschließlich Öffnungszeiten und Ticketpreise für das Museum) kann auf folgender Seite gelesen werden:
http://www.muzeum.tarnow.pl/oddzialy.php?id=4
Autorin des Textes - Renata Gontarz
Autor der Fotos - Zbigniew Gontarz

















